Die Landeshauptstadt München - die „Weltstadt mit Herz“ und Sitz des Bayerischen Landtags - ist wunderschön. Ein Genuss ist es jedoch, wenn ich am Ende einer Sitzungswoche mit dem Zug bei Lohr in den Spessart hineinfahre und die hügelige Landschaft mit den Wiesen und Wäldern sehe. Hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich wohl, hier kann ich auftanken.
Um den Kopf frei zu bekommen, bin ich gerne mitten im Wald - am liebsten, um Holz zu machen. Beeindruckend finde ich die mächtigen Spessart-Eichen, deren Holz weltweit höchstes Ansehen genießt.

Der Spessart ist berühmt durch seine große Artenvielfalt. Dazu haben über viele Jahrhunderte hinweg auch seine Bewohner beigetragen, die ihren Wald sowohl genutzt als auch geschützt haben. Der Spessart ist also ein Kulturwald. Noch heute leben vom und mit dem Wald die verschiedensten Interessengruppen: Die Bayerische Staatsforsten, Jäger, Landwirte, die Holzindustrie, aber auch alle Naturliebhaber, Wanderer, Mountainbiker, Tourismusverbände, Gastronomie und nicht zuletzt mindestens 40.000 Holzrechtler in 28 Gemeinden.

Um in bestimmten Situationen mit gemeinsamer Stimme zu sprechen, möglichen Konflikten schon im Vorfeld zu begegnen und um Ideen zu entwickeln, wie unser Kulturwald Spessart weiter entwickelt werden kann, haben im Jahr 2014 Vertreter unterschiedlichster Gruppen den Verein
Wir im Spessart e. V.“  gegründet, dessen Vorsitzender ich seitdem bin.
Es ist mir ein wirkliches Herzensanliegen, den Spessart in seiner Schönheit zu erhalten und ihn weiter zu entwickeln. Ich sehe keinen Vorteil darin, große Flächen stillzulegen und diese sich selbst zu überlassen. Namhafte Wissenschaftler sehen darin die Gefahr, dass mit der Zeit die höher wachsende Schattenbaumart Buche kaum Licht auf den Boden wirft, damit die Eiche überlagert und diese dadurch verschwindet. Es gilt darüber hinaus als gesichert, dass der Artenreichtum im Umfeld der Eiche wesentlich höher ist als in dem der Buche. Auch das war u. a. ein Grund dafür, warum ich Pläne der Bayerischen Staatsregierung von 2016, im Spessart einen Nationalpark anzulegen, nach reiflicher Überlegung abgelehnt habe. Im Juli 2017 rückte schließlich auch die Staatsregierung davon ab.

Beschluss der Staatsregierung


Jetzt gilt es, nicht bei Erreichtem stehen zu bleiben. Dazu gehört auch, das Wissen um den Spessartbaum Eiche weiter zu vertiefen und daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Deshalb unterstütze ich nachdrücklich die Pläne des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, im Hofgut Erlenfurt im Hafenlohrtal ein Eichenzentrum Spessart mit Akademie „Wald und Gesellschaft“ als Kommunikations-, Erlebnis- und Bildungszentrum zu errichten. Erfahren Sie hier mehr.

Information Eichenzentrum  Spessart

Viele nützliche Informationen über den Spessart finden Sie auch hier. Vielleicht treffen wir uns ja einmal…

Wir im Spessart

Naturpark Spessart

Spessartbund

Spessart Räuberland